BA Chef Weise (weise1.htm)

Eingestellt am 13.10.2006
Denn dies lange Zeit hätte für eine Antwort oder zumindest eine Information ausgereicht. So dürfte auch dieses Schreiben den Weg in die Ablage "Papierkorb" gefunden haben.

Und bevor die Faxe "nicht angekommen sind", hier gleich das Faxprotokoll.

17.09.2006

Bundesagentur für Arbeit
z.Hd. Herr Weise
Direktion

Regensburger Str. 104

90478 Nürnberg

per Fax 0911 179-8445Seiten : 4

Ihr Spiegel-Interview vom 15.09.06 - "Unsere Vermittler müssen verstehen, wie Firmen ticken"

Sehr geehrter Herr Weise,
sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Spiegel Interview hat mich sehr überrascht. Besonders die Aussage "Unsere Vermittler müssen verstehen, wie Firmen ticken" kann ich nur unterstützen.

Persönlich würde ich dieses Interview gerne meiner vermutlich aktuellen Fallmanagerin zusenden, befürchte dann aber Repressalien. Deshalb würde ich gerne wissen, ob dieses Interview und die Schlussfolgerungen von Nürnberg aus umgesetzt werden und mit welchem Zeitrahmen ich rechnen kann. Denn mir läuft die Zeit davon. Die Anrufe von head huntern werden immer weniger und die Einträge dort "sehr interessant, gut geeignet - fachlich und persönlich, aber vermutlich keine Möglichkeit zum Umzug" nehmen sicher zu.

Kurz der Überblick zur Unterstützung :
- die aktuelle Fallmanagerin möchte erst Auskunft zu einer möglichen Unterstützung geben, wenn ich mit einer Stelle ankomme. Obwohl ich ihr geschrieben habe, dass dies unmöglich ist und ich bereits im Vorfeld wissen muß, was möglich ist, passiert nichts. Auch mein Hinweis, dass nach einem Kontakt teilweise innerhalb von Stunden Telefoninterviews und Tests absolviert werden und ich dann als einer von drei aus einer unzähligen Menge an das Unternehmen weitergeleitet werde, brachte nicht einmal eine mehr Reaktion von Ihr.
- der Vorgänger (2 Fallmanager) wollte nach dem ersten und einzigen Gespräch klären, ob meine Einstellung, dass Einnahmen nicht gleich Gewinn sind, tatsächlich zutrifft. Das war im Dezember 2005.
- die bisherige Krönung war aber der erste Fallmanager. Dieser hat mir zwar in seinem Abschlußbericht bestätigt, dass ich durch Nichtreaktion der Arge eine Stelle nicht annehmen konnte. Aber dieser Bericht liegt so angeblich nicht in der Arge vor, obwohl ich direkt nach Erhalt dort protestiert habe und Teile daraus zitiert habe. Weitere Nachforschungen sollen auch nicht zielführend sein. Aber vielleicht machen Sie sich selbst ein Bild über diesen Bericht (Anlage), in den sicher das komplette Können gelegt wurde, bzw. der vermutlich konträr zum bezahlten Lohn steht..


Sollten Sie eine Möglichkeit sehen, mich über Förderung (Umzug, Renovierung, usw.) zu informieren, würde ich dies sehr begrüßen. Zusätzlich war ich im August noch in GB und habe dort doch einigermaßen erfolgreich Kontakte knüpfen können. Obwohl ich wegen der mangelnden Information durch die Arge nicht wie geplant alle head hunter anschreiben konnte. Dabei geht es auch um Arbeitsstellen in D. Doch da 99,9 der Stellen einen Umzug voraussetzen, gibt es ohne Information keine reale Chance. Pro Tag erreichen mich durchschnittlich 200 Stellenangebote per Mail, davon passen ca. 1-2, pro Woche gibt es dann 1-2 Telefoninterviews. Doch dank der fehlenden Information durch die Arge, sehe ich alle Felle davonschwimmen.
Denn es ist doch vollkommen irreal, dass ich eine Stellenzusage mache und mich dann erst informieren lassen kann, wie ich die Stelle antreten kann. Nachdem mir bereits der erste Fallmanager das Versagen der Arge bestätigt hat, rechne ich eigentlich mit allem, nur nicht mehr mit Unterstützung bei der Arbeitsaufnahme.

Ein Kontakt ergab sich z.B. bei einem Dachverband, dem sich über 1.000 Unternehmen angeschlossen haben und wo ich sozusagen als "sehr interessanter Tip" eingereicht würde und meine Bewerbung eine gewisse Eigendynamik entwickeln würde. Allerdings die ersten 2-3 Jahre auf dem einfachen Level, weil es dort kaum Quereinsteiger gibt. Weshalb ich mir den Umzug auch nicht selbst leisten kann.

Leider liegen meine Aktivitäten und Chancen, bzw. eine selbstständige Arbeitssuche, offensichtlich komplett jenseits des Fassungsvermögens der Verwaltung, außerhalb der üblichen Arge-Fachwissens (schriftliche Bewerbung schreiben und nichts anderes) und sind so nicht gewünscht. Aber vielleicht schreibt die Fallmanagerin auch nur eine Neuauflage des Hauptmann von Köpenick "Ohne Arbeit, keine Auskunft - ohne Auskunft aber auch keine Arbeit"

Vielleicht können Sie die Mitarbeiter kurzfristig aufklären, bzw. mir schreiben, wie ich dieses Problem lösen kann. Denn mir läuft die Zeit davon. In vier Wochen kann ich die ganze GB Aktion in den Wind schreiben. Doch dieses Mal lasse ich solche Sabotage sicher nicht auf sich beruhen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bruno Schillinger